“Man kann in jedem Alter etwas Neues lernen.”

(Simone Rethel-Heesters)

Prof. Dr. rer. soc.
Hartmut Bargfrede
,
Fachhochschule Nordhausen:

"(Fort-)Bildung ist Bestandteil einer guten Anerkennungskultur, sie kann Sicherheiten vermitteln, im persönlichen Auftreten, bei rechtlichen Fragen […] und Bildung qualifiziert die Engagierten für ihr Engagementfeld. Gut, dass es das Bildungsnetz in Thüringen gibt – da finde ich als Organisation und als Engagierter, was ich suche."

Ausdruck und Worte finden in sprachlosen Zeiten des Wortwinters

Seminar

Veranstalter:Thüringer Hospiz- und Palliativakademie
Referent:Dr. Sylvia Brathuhn, Dr. Sabine Zwierlein-Rockenfeller
Zielgruppe:Ehren- und Hauptamtliche aus Hospizdiensten, pflegende Angehörige, Interessierte
Lernfeld:Trauerarbeit / Hospiz
Datum & Zeit (Beginn):30.08.2017   10:00
Datum & Zeit (Ende):01.09.2017   16:00
(Beachten Sie die weiteren Angaben in der Veranstaltungsbeschreibung.)
Teilnahmekosten:260,00 EUR
Veranstaltungsort:Augustinerkloster Erfurt
Augustinerstraße 10
99084 Erfurt

Gespräche am Lebensende lassen sich nicht selten mit dem Bild des Wortwinters symbolisieren. Was soll ich sagen? Wie soll ich es sagen? Darf ich es sagen? Kann ich es sagen? Oftmals frieren den beteiligten Menschen die Worte ein und es kommt kein verbindendes Gespräch zustande. Dabei wäre es gerade jetzt – wo die „große Trennung“ bevorsteht – so  heilsam miteinander im guten Kontakt zu sein. Häufig sind es Scheu und Hilflosigkeit, die Angehörige, Freunde, Ärzte und Pflegepersonal – und auch den Sterbenden selbst – davor zurückschrecken lassen, den Gefühlen „Worte und Ausdruck zu schenken“. Ziel des Seminars ist es, jene, die mit sterbenden Menschen oder deren An- und Zugehörigen in Berührung kommen, für die verschiedenartigen Sterbeverläufe zu sensibilisieren, eigene Kommunikationsmuster und Herzwörter kennen zu lernen sowie soziale kommunikative Kompetenzen zu vermitteln.
Durch kreative und erlebnisorientierte Übungen sowie durch Elemente des bildnerischen Gestaltens und kreativen Schreibens wird die eigene Erfahrungs- und Handlungskompetenz sensibilisiert. Eine methodisch und didaktisch aufbereitete theoretische Wissensvermittlung gewährleistet hierbei den Aufbau von fachlicher Hintergrundkompetenz.
Eingeladen sind alle, die sich tiefer und bewusster auf die „Sprache“ schwerstkranker, sterbender und trauernder Menschen  einlassen wollen, um die „Sprachlosigkeit“ im Umgang  mit ihnen zu überwinden.

Schwerpunkte

  • Bewusstwerdung eigener Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit sterbenden und trauernden Menschen
  • Eigene Kommunikationsstrukturen und Herzwörter erkennen
  • Fokussierung der Frage, wie – trotz „bevorstehendem Lebensende“ aus dem Wortwinter ein Wortfrühling werden kann

Kontaktinformationen

Marcus Sternberg
Augustinerstraße 10
99084 Erfurt
Tel.: 0172/7831246
E-Mail: akademie(at)hospiz-thueringen.de

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