“Man kann in jedem Alter etwas Neues lernen.”

(Simone Rethel-Heesters)

Prof. Dr. rer. soc.
Hartmut Bargfrede
,
Fachhochschule Nordhausen:

"(Fort-)Bildung ist Bestandteil einer guten Anerkennungskultur, sie kann Sicherheiten vermitteln, im persönlichen Auftreten, bei rechtlichen Fragen […] und Bildung qualifiziert die Engagierten für ihr Engagementfeld. Gut, dass es das Bildungsnetz in Thüringen gibt – da finde ich als Organisation und als Engagierter, was ich suche."

Hospizarbeit und Palliative Care bei Gehörlosen – „Die andere Mitte“ (*)

Seminar

Veranstalter:Thüringer Hospiz- und Palliativakademie
Referent:Anuschka Ruszynski
Zielgruppe:Ehren- und Hauptamtliche aus Hospizdiensten ,offen für Interessierte
Lernfeld:Trauerarbeit / Hospiz
Datum & Zeit (Beginn):07.12.2018   17:00
Datum & Zeit (Ende):09.12.2018   12:30
(Beachten Sie die weiteren Angaben in der Veranstaltungsbeschreibung.)
Teilnahmekosten:260,00 EUR
Veranstaltungsort:Augustinerkloster Erfurt
Augustinerstraße 10
99084 Erfurt

BEWUSSTSEINSBILDUNG FÜR HÖRENDE MITARBEITERINNEN

Innerhalb der Hospiz- und Palliativarbeit erfolgt eine immer feinere Differenzierung des Versorgungsangebotes für Menschen in besonderen Lebenssituationen: Es ist ein Bewusstsein entstanden für die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, es gibt ein Bemühen, Menschen, die an Demenz erkrankt sind, palliativ gut zu betreuen und auch für Hochbetagte entwickelt sich derzeit vielerorts ein Angebot: die Palliative Geriatrie.

Menschen, die gehörlos sind, haben ebenfalls besondere Bedürfnisse! Das Nicht-Hören-Können fordert sie Zeit ihres Lebens in zwei Welten zu leben, einer hörenden und einer nicht-hörenden. Dabei erleben sie ihre Gehörlosigkeit nicht als Defizit sondern als ein wesentliches Merkmal ihrer Identität. Sie bedienen sich in ihrer Welt des natürlichen Sprachsystems der Gebärdensprache und pflegen eine eigene Kultur und Gemeinschaft, die historisch gewachsen ist.

Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, sich die Eigen- und Besonderheiten von Gehörlosen genauer anzuschauen. Was braucht ein tauber Patient oder auch Angehöriger, möchte man ihn in einer palliativen und/oder hospizlichen Lebenssituation so begleiten, dass nicht nur seine rein menschlichen Bedürfnisse wahrgenommen werden, sondern dies zusätzlich vor dem Hintergrund des Charakters der Gehörlosigkeit geschieht?

In diesem Seminar werden Sie eingeladen der Frage nachzugehen, wie sich die besonderen Bedürfnisse von Gehörlosen in der alltäglichen Arbeit von Hospiz und Palliative Care würdevoll berücksichtigen lassen, ohne dabei gebärdenkompetent zu sein oder eine Fachausbildung für den speziellen Umgang mit Gehörlosen absolviert haben zu müssen.

(* Der Begriff ist von Carol Padden und Tom Humphries, zwei amerikanischen Gehörlosen, die 1991 durch ihr Buch „Gehörlose - Eine Kultur bringt sich zur Sprache" einen wesentlichen Anteil an dem Verständnis von Gehörlosigkeit = Identität beigetragen haben.)

Kontaktinformationen

Marcus Sternberg
Augustinerstraße 10
99084 Erfurt
Tel.: 0172/7831246
E-Mail: akademie(at)hospiz-thueringen.de

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